1213 – 2013: 800 Jahre Romita.

Überall, wo Franziskus gewesen ist, hat er Spuren hinterlassen.

Wiederaufgebaute Kirchlein, Gärten,

 

 

 

 

 

 

 

 

Orte der Gemeinschaft.

Klöster.

Und deshalb gibt es heute auch den Franziskusweg.

Franziskus war ein aufmerksamer und gefühlvoller Mensch. Er baute persönliche Beziehungen auf. Zu Menschen, zu Orten, zu Dingen. Und zu Tieren.

Der Welttierschutztag ist am 4. Oktober. Der Tag des Franz von Assisi. An diesem Tag wurde der tote Franziskus nach Assisi zurück getragen.

 

 

 

Was das Verhältnis Glaube und Natur angeht, benannte Franziskus bereits im 13. Jahrhundert viele Zusammenhänge, hellsichtig.

Obwohl er kleine und verlassene Häuser Gottes wiederaufgebaut hatte, betete er vor allem in der freien Natur.

Seit Franziskus in den Wäldern lebte, schätzte er die Natur als von Gott gegeben, „als unseren Bruder und unsere Schwester, die auch wieder zu Gott führen“. Von der Romita führt ein Weg zum Belvedere. Diesen Weg ging Franziskus oft.

Dort ist die Höhle, wo Franziskus auch gebetet hat. Und meditiert.

Franziskus liebte die Natur und grenzte sich auch damit von der Gesellschaft und von den damals existierenden Armutsbewegungen, wie den Katharern ab. Die Benediktiner rodeten Wälder. Um Holz zu verkaufen.

Franziskus hingegen verbot seinen Brüdern, Bäume zu schlagen.

Man sollte den Bäumen nur so viel nehmen, um Feuer zu machen. Um sich daran zu wärmen. 

Sein Sonnengesang ist ein Gegenstück zum Desinteresse an der Natur der damaligen Theologen.

Und ein frühes und bedeutendes Beispiel Italienischer Dichtkunst.

 

In dieser Höhle meditierte und betete Franziskus.

Die Natur war für Franziskus ein Geschenk Gottes, das unser Leben erst ermöglicht.

Gelobt seist Du mein Herr, durch unsere Schwester Erde, die uns erhält und lenkt, und vielfältige Früchte hervorbringt. Und bunte Blumen und Kräuter. Franziskus Sonnengesang.

Die Romita ist ein Ort, an dem man den Sonnengesang  von Franziskus so richtig nachempfinden kann.

Die Energie der Sonne

Die fruchtbaren Gärten,

Die Vielfalt und Fülle all dessen,

Was wächst und gedeiht.

 

Wasser ist kostbar und kommt nicht aus der Leitung.

Schönheit dafür gibt es im Überfluss. Die Schönheit des Mondes. 
An diesem besonderen Ort erlebte ich die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts 

Solch‘ stimmungsvolle Sonnenuntergänge wurden mir am Belvedere geschenkt.

Photo: Jens Hoffmann.

Zur Zeit von Franziskus war die Romita eine Insel der Kultur und Zivilisation inmitten von Urwäldern mit wilden Tieren.

Die Romita war eine wichtige Station auf dem Weg von Franziskus zu seinem Naturverständnis.

 

 

 

 

Franziskaner aus Salzburg kamen einige Tage nach mir auf der Romita an. Sie waren zu Fuß von Rom gekommen. Eine nette lebendige Gruppe. Sie waren so dankbar, dass wir mit dem Abendessen auf sie gewartet hatten. Mit dem Pilgerbuch aus dem Rother-Verlag waren sie auf „Abwege“ geraten. Nur Bruder Pascal pilgerte in Mönchskleidung. Ich durfte ihn sogar fotografieren.

Franziskus tauschte seine Kleidung gegen eine einfache Kutte ein. Seine Hosen behielt her. Denn er wollte ja zu den Armen, den Bauern kommen. Und musste dafür unwirtliche Straßen überqueren.

Gut drauf. Bruder Pascal, Salzburg.